Detmold, im Jahre 783 erstmals erwähnt, liegt in Nordrhein-Westfalen und ist eine kreisangehörige Stadt. Die Stadt war von 1468 bis 1918 eine Residenzstadt der Fürsten zu Lippe. Von 1918 bis 1947 war Detmold Hauptstadt des Freistaats bzw. Landes Lippe und wurde 1947 in Nordrhein-Westfalen eingegliedert. Etwa 1305 war Detmold durch Mauer, Wall und Graben gesichert und Überreste der Mauer sind heute noch teilweise erhalten. In der historischen Altstadt, deren Mittelpunkt ein Marktplatz ist, hat einen Durchmesser von etwa 500 Metern. Innerhalb dieses Kreises stehen rund 350 historische Gebäude die aus drei Epochen stammen – aus der Gründerzeit, der Biedermeierzeit und dem späten Mittelalter. Das ist für Sachverständige für Immobilien sehr interessant, ebenso wie das Fürstliche Residenzschloss Detmold. Im Stil der Weserrenaissance erbaut, umfasst es mit Schlossplatz und dem Burggraben circa ein Viertel des Stadtkerns. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde der Schlosspark angelegt. Der Park wird auch Schlossplatz genannt und man kann ihn von vier Seiten betreten. Im Jahre 1898 wurde ein großer Springbrunnen vor dem Schloss angelegt und hat seit 1957 beleuchtete Fontänen. Der Schlossplatz wird umgeben von langestreckten Flügelbauten und Eckpavillons die als Reitbahn und Wagenremise dienten. In den 1950er Jahren wurde die damalige Reitbahn zur Stadthalle umgebaut. Bei Wertermittlung und Gutachten wird auch das Westfälische Freilichtmuseum beachtet. Auf dem ehemaligen fürstlichen Tiergarten wurde 1966 das Museum eröffnet und zählt, mit 100 historischen Gebäuden auf einer 90 Hektar großen Fläche, zu dem größten seiner Art in Europa. An der Nordseite des Marktplatzes wurde 1828 bis 1830 das Rathaus im klassizistischem Baustil erbaut. Das Rathaus besitzt eine auffällige doppelläufige Freitreppe deren dorische Säulenportikus aus Sandstein sind.

Bei Immobilienbewertungen kommt auch das Landestheater Detmold ins Spiel. Es gilt als größte Reisebühne in Europa und etwa die Hälfte der ca. 600 Vorstellungen jeder Spielzeit findet außerhalb statt. Neben dem gesamten Land Nordrhein-Westfalen umfasst das Spielgebiet auch Luxemburg, Schweiz und Belgien.

Im Büro für Sachverständige findet man bei Gutachten in Detmold auch Unterlagen über das zwischen 1706 und 1708 erbauten Palais. Der zweigeschossigen Hauptbau und deren flügelartigen Pavillons diente früher als Witwensitz der lippischen Fürstinnen. Das Palais wurde 1849 bis 1864 umgebaut und ist der Sitz der überregional bekannten Hochschule für Musik. An dem Bau schließt sich der, als Baudenkmal geschützte, Palaisgarten an. Er wurde im 18. Jahrhundert angelegt und im 19. Jahrhundert in einem englischen Landschaftsgarten umgestaltet. Hier findet man neben mehreren Brunnen und Kaskaden auch exotische Bäume und einen alten Bestand aus Mammutbäume.

Sachverständige für Immobilien reizt auch die Erlöserkirche, mit ihren gotischen Fenstern und der 1200 Kilo schweren Friedensglocke oder die Christuskirche, in deren (im neugotischem Stil errichtete Kirchenbau) die Gruft der Fürstenfamilie zur Lippe ist.

Das meist besuchte Denkmal Deutschlands ist, mit fast einer Million Besuchern pro Jahr, das Hermannsdenkmal. Das zwischen 1838 und 1875 errichtete, 54 Meter große, Denkmal steht auf der 386 Meter hohen Grotenburg. Das Hermannsdenkmal erinnert an die Schlacht im Teutoburger Wald erinnern. Die Besucher und Touristen sollten sich aber auch die Spezialität in Detmold nicht entgehen lassen. Der „Lippische Pickert“ ist eine Art Reibekuchen aus geriebenen Kartoffeln, Milch, Mehl, Wasser und Hefe, Eiern und Rosinen.